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Spot on!

Um einem Leopardgecko das Leben in einem Terrarium so angenehm und vor allem naturtreu wie möglich nachzustellen, ist natürlich ein gewisses Maß an Platz, Technik, Zubehör und selbstverständlich auch Zeit nötig. Dieses sollte man sich vor der Anschaffung vor Augen halten und auch Umsetzen können.

Beleuchtung, Temperatur & Luftfeuchte



Wie bereits dem Kapitel Herkunftsgebiet zu entnehmen ist, kommt der Leopardgecko aus gebieten in Afghanistan, Pakistan und Nordwest-Indien. Um dem Gecko ein möglichst naturgetreues Klima bieten zu können, müssen wir logischerweise versuchen, die Gegebenheiten der jeweiligen Herkunftsländer im Terrarium nachzubilden.

Was die Temperaturen betrifft, regele ich meine Terrarien bei einer Grundwärme von etwa 27-29°C tagsüber ein. Einzelne Sonnenplätze dürfen sich durchaus auch mal auf 35-40°C aufheizen. Dies erreicht man durch direkte Bestrahlung mit normalen Strahlern. Darauf achten, dass sich auf Dauer nicht die Grundtemperatur drastisch erhöht. Diese Sonnenplätze werden auch gerne mal mitten am Tag aufgesucht und sind wichtig für die Tiere, um ihre Grundkörpertemperatur zu erreichen, um damit den Kreislauf und die Verdauung anzukurbeln. 12 Stunden Beleuchtung täglich sind normal und sollten auch erfüllt werden. Ausnahme bildet hier nur der Beginn der Winterruhe.
Ganz wichtig ist die nächtliche Absenkung der Temperaturen. Ich fahre mit Werten um die 22°C ganz gut. Auch dieses Wechselspiel der Tag-/ Nachttemperaturen ist für den Kreislauf und den Verdauungsvorgang der Tiere dringend notwendig.

Als Grundbeleuchtung setze ich wie bereits im Kapitel Beleuchtung & Technik angesprochen, normale Neonröhren mit Tageslichspektrum ein. Als Heizung und punktueller Sonnenplatz dienen herkömmliche Spotstrahler aus dem Baumarkt. Mittlerweile verbaue ich noch sogenannte Keramikheizstrahler, um nachts ohne Licht bestimmte Grundtemperaturen halten zu können. Auch ein schwacher Spotstrahler mit blauer oder roter Färbung wird gerne als kleine Wärmequelle angenommen. Schön auf einen Stein oder die Rückwand gerichtet, ist es der ideale Aufwärmeplatz für die Nacht. Diese schalte ich bei mir gegen 03:00 Uhr nachts ab. So lange dürfen die Tiere noch die Wärme nutzen. Zum Thema Beleuchtung sei noch erwähnt, dass zum Beispiel nur Keramikstrahler nicht ausreichen würden. Denn die Tiere bringen die Helligkeit, bzw. angestrahlte Objekte im Terrarium mit einer Wärmequelle in Verbindung. Ohne Helligkeit am warmen Ort, haben sie Probleme, diese Stellen zu finden.

Entgegen aller Behauptung ist der Einbau von UV-Lampen nicht zwingend erforderlich. Schaden kann es nicht, auch ich setze von Zeit zu Zeit mal welche ein, aber ich hielt auch schon Tiere über Jahre ohne jegliche UV-Bestrahlung. Es sei erwähnt, dass gerade hier die Zoogeschäfte das Geld verdienen wollen. Zum einen sind die meist angebotenen UV-Röhren völligst überteuert, zum anderen geben sie ab einem Abstand von 20 cm so gut wie kein UV mehr an die Tiere ab. Also völlig unnötig. Sie müssten ja quasi ihre Geckos an die Röhre binden, damit diese davon profitieren könnten. Wenn sie schon UV-Lampen einsetzen wollen, dann bietet der Handel mittlerweile sogenannte Energiesparlampen mit UV-A- und UV-B-Anteilen an. Diese werden nicht sonderlich heiß und können somit sehr nahe an den Liegeplatz der Geckos gebracht werden. Achtung: UV-Lampen ausserhalb des Terrariums angebracht bringen gar nichts. Das Glas des Terrariums filtert dieses raus und es kommt wieder nichts beim Tier an.

Die Luftfeuchte ist neben den Temperaturen und der Beleuchtung der nächste wichtige Punkt im Geckoalltag. Eine nicht so hohe und nicht zu niedrige Luftfeuchte sind wichtig für die Atmung, bzw. Atemwege der Leopardgeckos und vor allem für die problemlose Häutung. Zur Erhöhung der Luftfeuchte sprühe ich alle paar Tage Abends mit einer Pflanzensprühflache ins Terrarium. Nicht zu oft, nur eben so, dass die Luftfeuchte im Terrarium leicht ansteigt.